Judith Rita Jagalski
Staatl. geprüfte Logopädin, SI-Pädagogin ® GSID, Lerntherapeutin BVL

seit 2018 Zertifikatsstudiengang Apollon Universität „Ernährungsberatung“
seit 2016 Interdisziplinäre Praxisgemeinschaft im Therapiecentrum Viva
Zusammenarbeit mit verschiedenen Seniorenheimen, Fach-Pflegeheimen, Kliniken und Intensivpflegediensten Tätigkeit als Kooperationslogopädin des Therapiezentrums Burgau (Neuro-REHA-Nachsorge und Inhouse-Schulungen)
Zusammenarbeit mit Wilhelm-Löhe-Haus, Fachpflegeheim für Schädel-Hirn-Trauma, Kempten
Dozentin/Supervisorin für Schluckstörungen/Aromatherapie z.B. Kolping-Akademie, Kempten, verschiedene Altenheime
2005 – 2016 selbständige Praxis-Tätigkeit in Weitnau
2004 – 2005 Tätigkeit als angestellte Logopädin in Isny und Lindenberg
2001 – 2004 Ausbildung zur staatlich geprüften Logopädin an der Fachschule für Logopädie, Suhl/Thüringen Praktika: REHA-Klinik Roter Hügel Bayreuth, sowie verschiedene logopädische Praxen in Ostfriesland und dem Allgäu
1997 – 2001 Tätigkeit als Arzthelferin in einer internistisch-radiologischen Praxis, Aschaffenburg
1994 – 1997 Ausbildung zur Arzthelferin, Abschluss als bayerische Landesbeste, Stipendiatin der bayerischen Landesärztekammer

Weiterbildungen

2018 Jin Shin Jyutsu - Ausbildungslehrgang
2016 CMD Aufbaukurs – Gert Groot Landeweer, Upledger Institut Lübeck
2015 CMD Grundkurs – Susanne Koopmann, Upledger Institut Lübeck
2013 "Bobath-Konzept" für Sprachtherapeuten im Therapiezentrum Burgau
2011 Cranio-Sakrale-Therapie II, Upledger-Institut Deutschland
2010 Cranio-Sakrale-Therapie I, Upledger-Institut Deutschland
2009 Außerklinische Heim-Beatmung, Weaning/ Notfallmanagement/Megacodetraining, Diakonie Neuendettelsau
2007 KONLAB-Programm für "Late Talker" nach Dr. Zvi Penner
2006 Facio-Orale-Trakt-Therapie/Trachealkanülenmanagement im Therapiezentrum Burgau
2005 Lerntherapeutin des Bundesverbandes für Legasthenie

Sensorische Integration

seit 2012 regelmäßig Super-/Intervisionsgruppen, z. B. Heilpädagogische Praxis Ute Pommer, Nürnberg
2010– 2012 200-stündige Fach-Weiterbildung zur Sensorischen-Integrations-Pädagogin nach Dr. Jeane Ayref, entsprechend den Richtlinien des Kinderzentrums München/GSID in der Praxis für Kinder, Carola Wiesbauer, Penzberg
2008 Einführung in die SI-Therapie
Teilnahme Symposium SInn und UnSInn der SI-Therapie im Kinderzentrum München

Fortbildungen

2018 Elektronische Kommunikationsgeräte und Technische Hilfen in der Unterstützen Kommunikation (=UK) – Körperbehinderte Allgäu
Migräne Therapie nach Kern
LaxVox
„Kieferfehlstellungen - Sprache – Körpersprache – Grundfunktionen in Verbindung mit Spiel, Tanz, Bewegung und Rhythmus“ - Herr Dr. med. dent. Broich www.ingvo-broich.de
2017 Nonron - Die Behandlung des Schnarchens in der Logopädie, Celine Westphal
Grundwissen Autismus für Fachkräfte – Autismus Zentrum Schwaben, Kempten
Bauchredenkurs und Handpuppenspiel bei Andreas Hartmann, Theaterfestival Isny
Feldenkrais-Wochenkurs bei Kathrin Heinicke www.urbild.de, auf dem Darss/Prerow
2015 Professionelle Personalführung, Seminarreihe Hochschule Kempten
„Hören, Achtsamkeit und Bewegung „ Feldenkrais-Kurs, David Kaetz, Internationales Feldenkraisinstitut Wien
Yogakurse - Sabiner Riegert YogaSchule Ulm, Körperschule Isny Tanja Medler
Teilnahme an verschiedenen Feldenkraiskursen
2014 Medizinrecht für Therapeuten im Therapiezentrum Burgau
Jodeln und Obertongesang – Christian Bollmann
Jin Shin Jyutsu in der Logopädie
Rechtsseminar für Pflegekräfte und Therapeuten TZ Burgau
2013 Jodeln und Obertongesang – Christian Bollmann
Jin Shin Jyutsu in der Logopädie
Feldenkrais in der Logopädie
2010 Behandlung von apallischen Patienten
Neurofunktions!therapie für Mund, Augen, Körper und Hände nach E. Rogge
2008 Systemische Mutismustherapie bei schweigenden Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen nach B. Hartmann
Klinisches Management tracheotomierter Patienten mit und ohne Dysphagie
Fachsymposium Kinderpalliativnetzwerk Schwaben
Heidelberger Elterntraining zur Sprachförderung
2007 Einführung in das Castillo-Morales-Konzept
Teilnahme am „Sprachreich“-Programm zur Fortbildung von Erzieherinnen, dbl
Mund-, Ess- und Trinktherapie im Kindesalter nach S. Renk
2006 Integratives Stimmtraining nach Romeo Alavi-Kia
2004 Marketing einer logopädischen Praxis
2003 Elternarbeit in der logopädischen Praxis Würzburger Aphasietage
2002 Direkte Therapieansätze bei stotternden und stimmgestörten Kindern

Persona

Nach Ausbildung und langjähriger Tätigkeit als Arzthelferin in einer internistisch-radiologischen Praxis im heimischen Aschaffenburg zog es mich aus dem grünen baumreichen Spessart 2001 zuerst in den Thüringer Wald nach Suhl. In der ehemaligen Büchsenmacher-Hochburg habe ich 2004 an der Berufsfachschule für Logopädie die Lizenz zum „logopädischen Sprechhexen“ erfolgreich bestanden.

Schon während der logopädischen Ausbildung zog es mich in den Praktika an die Nordsee, auf den „Roten Hügel“ in Bayreuth und in das wunderschöne Allgäu. In Isny und Lindenberg habe ich zu Beginn meiner logopädischen Tätigkeit mein „Unwesen“ getrieben. Den Schritt in die Selbständigkeit habe ich in Weitnau gewagt und war dort von 2005 – 2016 als „Land-Logopädin“ mitten im Dorf tätig. Die Weitnauer haben mich sehr herzlich aufgenommen und ich habe mich sehr wohl dort gefühlt. Schön war`s!

Im Jahr 2015 bekam ich von dem „Körperbehinderten e.V. Allgäu“ das Angebot, meinen Praxissitz in das neugebaute Therapiecentrum Viva, Immenstädter Str. 29, 87435 Kempten, zu verlegen. Nach anfänglichem Überlegen, ob ich denn wirklich den Schritt in die Hauptstadt des Allgäus wagen soll, haben mich meine Kollegen vom Therapiecentrum Viva überzeugt und mit „ins Boot“ geholt.

Ich fühle mich in unserer interdisziplinären Praxisgemeinschaft mit meinen fachlich- und menschlich kompetenten Kollegen/Innen sehr wohl. Im Herbst 2016 wagte ich den endgültigen Schritt nach Kempten und siedelte meinen Praxisbetrieb um.
Obwohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar war, ob „mein berufliches und gesundheitliches Leben“ so weitergeht wie zuvor.

Am 08.02.2016 hatte ich einen sehr schweren Autounfall. Ausgerechnet am Rosenmontag war mein bisheriges Leben mit einem sehr leistungsfähigen gesunden Körper vorbei. Seit diesem Zeitpunkt durfte und darf ich jeden Tag wieder „alles“ neu erlernen, erkämpfen, er- und verarbeiten, z.B. Laufen, Treppensteigen, Schlucken, Schneiden, Kochen, Anziehen, Konzentrieren, Autofahren, eben den ganz normalen Alltag!

Meine „gesundheitliche Projektarbeiten“ sind zwar mittlerweile chronisch, aber stetig im Wandel und in der Veränderung und wollen täglich körperlich und emotional von mir „angeschaut“ werden.

Seit dem Unfall „begleitet“ mich auch mein eigenes Projekt „Schluckstörung“ (= Dysphagie). Diese wurde bei mir durch Schleudertrauma und mehreren Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule hervorgerufen.

Ich bin somit nicht mehr nur Therapeutin, sondern auch selbst Betroffene. Dadurch darf ich jeden Tag selbst entdecken, wie schwer doch „einfach Schlucken“ sein kann. Eine Schluckstörung sehen einem die Mitmenschen meistens nicht an, höchstens dass „frau“/“mann“ so stark abgenommen hat. Meistens erfolgt daraufhin der gut gemeinte Ratschlag „Du musst mehr essen.“ – Mehr Essen, wenn schon die Aufnahme der entsprechenden täglichen Kalorienmenge durch Schmerzen, eingeschränkter Muskelbeweglichkeit/- funktion u. ä. … nicht möglich ist, ist im wahrsten Sinne ein „zusätzlicher Schlag in die Magengrube“ des Betroffenen.
Doch egal wie „schwer das Leben“ manchmal auch ist, ihren Humor darf „frau“ nicht verlieren und gemeinsames Lachen in einem liebevollen unterstützenden Freundeskreis. Das Wort „Persona“ stammt vom lat. „personare“ = hindurchtönen, klingen lassen und beschriebt mein Lebensmotto:
„Ist nicht von Innen Sonnenschein, kommt er von Außen nicht herein. „

Nach mehreren Jahren gesundheitlicher „Ruhezeit“ nehme ich wieder an meinen heißgeliebten Bauchtanzstunden teil, übe fleißig meine Feinmotorik beim Klavierspielen, Origami falten, Maskenbau, Kochen/Backen, Spazierengehen und Bergeschauen, Lesen, Heilströmen, Kräutertopfgarten versorgen und beim Abstauben meiner GartenzwergInnen-Sammlung. Vom Cello und Kontrabass spielen habe ich mich unfallbedingt verabschiedet. Aber so ist das im Leben …… Geht etwas Altes, wird Platz für Neues frei.

Mittlerweile sind ein Hackbrett und eine HAPI in meinem Wohnzimmer eingezogen und wollen „erlernt“ werden.

Auch die Lust am Schreiben und Singen kommt langsam wieder, der Geist ist willig, aber mein Körper braucht einfach seine Zeit zum „Heilwerden“.
 
„Alles fließt!„
– HERAKLIT -